Ameland – mein Seelenort

Manchmal darf es einfach etwas ruhiger sein.

Und manchmal gibt es Orte, zu denen man immer wieder zurückkehrt, ohne lange darüber nachzudenken. Für mich ist Ameland so ein Ort – mein ganz persönlicher Seelenort.

Das Auto bleibt auf dem Festland. Mit auf die Fähre kommt nur, was ich wirklich brauche – und natürlich mein Fahrrad. So geht es dann nach dem einchecken im Hotel direkt mit dem Rad an den Strand.

Den Wind spüren, die salzige Luft riechen, das Rauschen der Wellen hören und einfach aufs Wasser schauen.

Strand ohne Sardinendosen-Gefühl

Strand,  davon gibt es hier reichlich. Nur wenige Meter von den Strandzugängen wird es schnell ruhiger und man findet immer ein stilles Plätzchen, Über einem steigen bunte Drachen in den Himmel, Hunde jagen begeistert ihrem Spielzeug hinterher und irgendwo ist eigentlich immer jemand sportlich unterwegs.

Das Wetter spielt dabei manchmal nur eine Nebenrolle. Während die einen dick eingepackt am Strand entlanglaufen, buddeln andere noch im Sand, springen ins Wasser, surfen, kiten oder sind mit dem Strandsegler unterwegs.

Typisch Nordsee eben. :)

Mit dem Fahrrad über die Insel

Mal führt der Weg direkt zum Strand, mal geht es über die hervorragend ausgebauten Fietspaden durch die Dünen. Und eigentlich ist schon der Weg das Ziel, denn unterwegs gibt es ständig einen Grund anzuhalten.

Eine Fahrradtour zum Ameländer Leuchtturm Bornrif gehört für mich auf jeden Fall dazu. Schon von Weitem ist der rot-weiß gestreifte Turm zu sehen und irgendwie zieht es mich bei jedem Aufenthalt wieder dorthin.

Natürlich wird so eine Fahrradtour regelmäßig unterbrochen. Mal für den Blick aufs Meer, mal für ein Foto – und manchmal liegt rein zufällig eine Strandbar am Weg. Da kann man ja schlecht einfach vorbeifahren. ;)

Oder es geht in die andere Richtung nach Nes.

Ein bisschen durch die kleinen Straßen bummeln, in den Geschäften stöbern und anschließend irgendwo bei einer Tasse Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen sitzen – auch so kann ein Urlaubstag aussehen.

Tipps für Nachahmer

Falls Ihr jetzt auch Lust auf Ameland bekommen habt, hier noch ein paar praktische Tipps für die Anreise.

Wenn Ihr Euer Auto mit auf die Insel nehmen möchtet, solltet Ihr die Überfahrt rechtzeitig bei Wagenborg Passagiersdiensten reservieren. Gerade in der Hauptsaison seid Ihr damit auf der sicheren Seite.

Ich persönlich lasse das Auto lieber auf dem Festland. In Holwert gibt es Parkmöglichkeiten in der Nähe des Fährterminals. Dann geht es für mich nur mit Gepäck und Fahrrad weiter – und schon die Überfahrt gehört irgendwie zum Urlaub dazu.

Auch wer sein eigenes Fahrrad mitnehmen möchte, sollte dafür inzwischen vorab einen Platz für die gewünschte Überfahrt buchen. Alternativ könnt Ihr natürlich erst auf Ameland aufs Rad steigen: Möglichkeiten zum Fahrradausleihen gibt es auf der Insel reichlich.

Wer mit größerem Gepäck unterwegs ist, kann sich vorab über die Möglichkeiten zum Gepäcktransport und die Weiterfahrt auf der Insel informieren. So muss nach der Ankunft in Nes niemand mit Koffer und Tasche über die Insel strampeln. ;)

Und wenn die ganze Organisation erledigt ist, gibt es eigentlich nur noch einen wichtigen Tipp:

Fahrrad schnappen, Richtung Meer fahren und Ameland genießen. :)