Carrara – wo ganze Berge aus Marmor bestehen

Schon von Weitem fragt man sich bei den Bergen rund um Carrara, ob das da oben tatsächlich Schnee ist.

Ist es natürlich nicht. Es ist Marmor.

Je weiter wir hinauffuhren, desto beeindruckender wurde die Landschaft. Ganze Berghänge sind vom Marmorabbau geprägt und leuchten schon aus der Ferne beinahe weiß. Die Steinbrüche ziehen sich gewaltig durch die Berge und lassen zumindest erahnen, welche Mengen Marmor hier über Jahrhunderte abgebaut wurden.

Aus der Nähe werden die Dimensionen noch einmal deutlicher.

Riesige Felswände, schwere Maschinen und mächtige Marmorblöcke – dagegen fühlt man sich selbst ziemlich klein. Besonders beeindruckend wird es dort, wo der Marmor im Inneren des Berges abgebaut wird. Plötzlich steht man in riesigen Hallen aus hellem Stein und kann kaum glauben, dass diese nicht gebaut, sondern aus dem Berg herausgeschnitten wurden.

Carrara-Marmor ist seit Jahrhunderten begehrt und wurde für berühmte Bauwerke und Skulpturen verwendet. Auch Michelangelo suchte in dieser Region den Marmor für seine Arbeiten aus.