• Chrisuelle

Atemberaubender Obersee


Schon ganz, ganz lange wünsche ich mir einmal den Königssee zu besuchen. Klar weiß ich das ich mich da in eine Touristenhochburg begebe. Aber da muss ich wohl durch - oder doch nicht?

Sieht doch ganz Idyllisch aus ;) .

Die anderen Touristen stehen halt alle hinter mir ;)

Christoph, der geduldige, steht für die Karten an und ich übe mich mal wieder in der Kunst viel Umgebung mit wenig Menschen zu fotografieren.


Endlich im wirklich sehr vollen Boot genießen wir die Landschaft bis zum traditionellen Halt auf dem See. Die Echowand liegt vor uns und wir erwarten nun ein Hupen oder Posaunentröten um das Echo zu hören. Statt dessen verlässt der Kapitän seinen Platz, packt seine blank polierte Trompete aus und spielt ein stimmungsvolles Lied, welches als Echo immer wieder zurück kommt.

Schööön.

Bald darauf sind wir in St. Bartholomä, wo wir wegen des riesen Andrangs nur ganz kurz bleiben.

Wir fahren lieber weiter ans Seeende nach Salet.

Viele der Mitfahrer lassen sich direkt an der Saletalm nieder. Wir aber wollen weiter bis zur Fischunkelalm am Ende des nahe liegenden Obersees.Die Menschenmassen werden immer weniger, schon alleine weil die meisten Menschen gar nicht das passende Schuhwerk haben.

An einem Hotspot für Instagramer und Influencer müssen wir noch vorbei, dann können wir in Ruhe weiter wandern.

Zunächst geht es gemütlich entlang des See`s, allerdings kommen wir ab der Mitte nur noch langsam voran, da die Ausblicke auf den See und die Berge immer spektakulärer werden.




Die Landschaft, die wir sehen ist unbeschreiblich schön, die Spiegelungen verzaubern uns. Viel schneller als erwartet sind wir plötzlich am anderen Ende des Sees angekommen. Hier kommt ein feuchtes Stück Fels, auf dem man äußerst glitschige Holz- und Felsstufen überwinden muss. Wenn ich so die Sandalen - und Schläppchenträger sehe, bin ich froh um meine festen Wanderschuhe und auch dankbar für die Notfall-Handschuhe, die ich beim Wandern immer bei mir trage. Das Stahlseil an der Felswand ist ebenfalls kalt, nass und glitschig. Zuerst geht es ordentlich die Naturstufen herauf, dann runter und immer wieder flucht und rutscht jemand aus. Nach dem Abstieg haben wir nur noch ein kurzes Stück zur Fischunkelalm. Auch auf diesem Stück begleiten uns wieder wundervolle Naturbilder, bevor wir uns dort zur Vesper niederlassen.

Leider ist es schon relativ spät und wir schaffen es nicht mehr zum Röthbachfall. Da müssen wir ja nochmal auf jeden Fall noch einmal wiederkommen :) .