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Der Hallerbos oder doch lieber urbexen

 

Der "Hallerbos" in Belgien, wie hat mich dieser Wald im vergangenen Jahr in seinen Bann geschlagen. Dieses Jahr möchte ich mit Christoph dorthin.

Da wir es nicht eilig haben und nicht viel Wert auf das Treiben im dicken Touristenstrom legen, fahren wir zuerst in Brüssel das Atomium an. Das Wahrzeichen der Expo ist von weitem auszumachen und auch ein Parkplatz  schnell gefunden.

Schwieriger wird es dann mit der Bezahlung des selben. Am Parkautomat steht nur die Option Kartenzahlung zur Verfügung. Leider steht nicht dabei, dass hier nur eine Kreditkarte weiter hilft. Aber nach einigen erfolglosen Versuchen haben wir die richtige Idee und es kann endlich los gehen.

Kurz vor dem Atomium hören wir lautes Trommeln und sehen eine große Menschenmenge. Nichts wie hin und schon kommen wir uns vor, wie im Herzen Afrikas, leider mit nur 9 Grad etwas frisch. 

Die Trommler des benachbarten  Afrika-Festivals ficht dass nicht an und so laufen sie barfuß und Trommel schlagend in traditionellen, ärmellosen Gewändern herum. Brrr....

Den zugehörigen afrikanischen Markt besuchen wir nach dem Atomium.

 

Auf dem Markt vermischen sich die verschiedensten Düfte von Gewürzen,  gekochten Speisen mit der Musik, dem Lachen und allerlei bunten Kleidungsstücken zu einem kleinen Stückchen Afrika. Wir lassen uns treiben und genießen.

Dann fahren wir weiter nach Halle in den Hallerbos, den Bluebell-Wald, wo wir den Parkplatz 8 ansteuern. Aber schon weit vorher müssen wir unser Auto, wie so viele andere, am Straßenrand abstellen und machen uns mit dem Fahrrad auf den Weg. 

Auf einigen Wegen ist das Fahrrad fahren gestattet, auf anderen darf man nur zu Fuß unterwegs sein. Ständig müssen wir stehen bleiben, schauen und staunen.

Inmitten der Blütenpracht lassen wir uns zu einem Picknick nieder und genießen die Natur bei einem Gläschen Wein, mit etwas Baguette und Käse.

Abends entschließen wir uns dann zum Glück noch einmal die gut 20 km bis Brüssel zurück zu fahren um dort zuerst Essen zu gehen und dann noch ein bisschen durch die Stadt zu laufen. 

Wir laufen durch eine lebendige, lebhafte Stadt mit vielen interessanten  und schönen Ecken und kommen hierbei auf den "Grande Place". Erst mit offenem Mund und dann einer großen Begeisterung sehen wir uns hier um. Welch prächtige Fassaden die von vielen fröhlichen Menschen bestaunt werden. Ein Stück UNESCO Weltkulturerbe, aber kein totes, sondern ein belebtes und lebendiges. Wir sind begeistert .... und ich habe nur das Handy dabei um ein paar Fotos zu machen.

Am folgenden Morgen stehe ich schon um 5:30 auf um vom Hotel aus in den Hallerbos zu fahren. Ich möchte gerne den Sonnenaufgang im Wald der Hasenglöckchen fotografieren.

Minus 3 Grad, die Schranke zum Parkplatz noch geschlossen, das Fahrrad angefroren, die Halterung kaum zu öffnen, weitere Probleme mit dem Fahrrad, geschlossene Glöckchen und statt der Sonne nur graue Düsternis ........bis nichts mehr geht. Abbruch und das obwohl ich mich doch tapfer voran gequält habe. Es hat nicht sollen sein und so packe ich die Fotoausrüstung ins Auto, lade das Fahrrad wieder auf nur um dann festzustellen, dass jetzt mein Auto zickt und mir mitteilt der Reifendruck wäre nicht in Ordnung. Einen Nagel haben wir uns eingefahren. Bis zum Hotel geht es aber noch, dann heiß duschen und wieder ins Bett. So kann ich den Tag resetten und nach dem Neustart und einem üppigen Frühstück geht`s besser :) .

Warum hier kein Bild ist? Na klar, ich habe doch keins gemacht.

Bilder mache ich dann später an zwei der Lostplaces die wir besuchen. So haben wir unter anderem riesiges Glück, dass der Kühlturm, der im letzten Jahr noch ein Vorhängeschloss hatte, jetzt wieder für Besucher geöffnet  ist ;) . Was für ein Erlebnis. Auf dem weiteren Heimweg, die frisch in den Reifen gefüllte Luft hält sich gut, besuchen wir noch das Preventorium Dolhain, mal wieder eine Tuberkuloseklinik, die eine Moderne aber teilweise recht merkwürdige Architektur hat. Dies ist dem Umstand geschuldet das dort Kinder behandelt wurden. Die Schlafsäle sind recht groß, zusätzlich zu den Treppen gibt es eine befahrbare Rampe durch einen Teil des Gebäudes. Warum hier ein alter Feuerwehr Leiterwagen vor der Klinik steht weiß ich nicht, aber aus fotografischer Sicht spricht nichts dagegen ;) :)

Gesättigt von all den Erlebnissen geht es dann ohne Zwischenfälle nach Hause.

 

Erst am nächsten Morgen, meldete sich das Auto dann wieder mit der Meldung vom mangelnden Reifendruck :)

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