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Foxen und Schären

Nein, keine Angst. Das ist nicht schwedisch und hier wird nicht der Fuchs geschoren ;) .

 

Nach dem Frühstück brechen wir auf in Richtung Göteborg. Zunächst geht es vorbei am Foxen, der auch und das zu Recht, den Beinamen See der 1000 Inseln trägt. Wieder durften wir durch eine wundervolle Landschaft fahren. 

Der Foxen selber ist 17 km lang und an manchen Stellen über 3 km breit und mit Sicherheit ein großartiges Gewässer für eine Paddeltour. Nachdem wir einen Großteil des See passiert haben, wollen wir die Region jedoch nicht ohne ein Bad in selbigem verlassen, legen an einem Rastplatz mit Badestrand eine Pause ein und baden in dem goldfarbenen Wasser. 

Eigentlich ist es noch früh am Tag, erst 13:00 Uhr aber Christoph beschließt die Nacht hier zu verbringen und richtet sich schon etwas häuslich ein.

 

Ob das mal was wird, denke ich?

Ich hole mir ein Buch und gebe mich dem Lesen und Nichtstun hin.

Bis Christoph, wie erwartet nach zwei Stunden kommt und meint das es vielleicht doch noch viel zu früh sei und wir vielleicht doch besser Richtung Göteborg weiter ziehen sollten.

Was ein Glück, mir wurde schon langweilig. Soviel rumliegen bin ich gar nicht mehr gewöhnt ;) .

 

Bis Göteborg fahren wir aber nicht mehr, sondern bis Lysekill um uns dort die Schärenlandschaft anzuschauen.

 

Schären sind felsige Inselchen die in den Eiszeiten entstanden sind, als das Inlandeis die Felsmassen abgeschliffen hat. Nach der Eisschmelze schauen die Inselchen nun aus dem Wasser und liegen in einer Vielzahl vor den schwedischen Küsten.

So ist eine ausgesprochen schöne Landschaft, die Schärengarten genannt wird, entstanden. Aber meine Begeisterung wird schnell durch einen durchdringend muffigen Geruch gedämpft, der sich  entlang der Küste zieht. 

Auch ist die Landschaft zwar hübsch, aber das drum herum habe ich mir anders vorgestellt. Die Städte erinnern sehr an kleine englische Küstenorte mit leicht gammeligem Anstrich. In einem einschlägigen Forum lese ich dann auch das die Westküste Schwedens häufig als die "Rückseite" bezeichnet wird. 

Wir müssen dann zum Vergleich irgendwann einmal die "Vorderseite" anschauen.

Hübsch abgerundet wird das Bild durch die am Strand stehenden Badehäuschen.

 

Nein, wir haben die Badenden nicht verscheucht, wir waren nur mal wieder etwas spät dran  oder denen war es auch etwas zu muffig ;) .

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