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Wow-Tag

Am Vormittag machen wir einen Spaziergang um den Hafen herum. Wir sind völlig fasziniert von der wundervollen Aussicht auf den Fjord. Um das besser genießen zu können, setzen wir uns in der Marina auf die Terrasse und genießen pur.

Sitting near Jesus, denke ich und freue mich mal wieder still.

Christoph hibbelt ein bisschen rum, er möchte die Gegend noch etwas erkunden, aber ich bin ganz ignorant vor lauter Genuss und beschließe noch einen langsamen Wein zu genießen. 

Um 13:45 Uhr geht es dann auf zur Safari. Wir werden schick eingekleidet und dürfen ausgerüstet mit Rettungsanzug, Rettungsweste, Wollmütze und Skibrille auf das Boot.

Noch eine kurze Sicherheits-Einführung und es geht los.

Trotz extrem kurzer Belichtungszeit ist es schwierig vom Schnellboot wirklich scharfe Fotos zu machen, aber besser als nichts.

Im Hafen bin ich noch gar nicht auf`s fotografieren eingestellt und so verpasse ich glatt den ersten Seehund. Den kurz darauf folgenden Adler fange ich aber ein. Etwas später sehen wir drei Seehunde ein Schattenbad auf den Felsen nehmen. Aber wir dürfen nur von weitem schauen. die Bootsführer respektieren hier die Natur.

Ben, unser Kapitän erzählt uns eine Menge über die abgelegenen Höfe und Weiler, sowie die Lebensweise der Menschen in dieser Region. Immer wieder fährt er attraktive Orte an um uns etwas zu zeigen. Wir sehen ein weiteres Mal Adler, wilde Ziegen und ganz viel Natur auf dem Weg  durch die Fjordwelt.

 

So können wir die Fjordsafari wirklich empfehlen. Es gibt auch ein Ausflugsschiff, welches die gleiche Route fährt. Allerdings weicht es auch nicht von seiner Route ab und so bekommen wir auf unserem Safari-Boot doch erheblich mehr zu sehen.

Nach der wunderschönen Tour kühlen wir uns noch etwas im Fjordwasser ab und dann geht es wieder auf die Strasse.

Zunächst zum Aussichtspunkt Stegastein und wen wundert`s, mal wieder eine schmal Serpentinenstrasse hinauf`zum Stegatein-Skywalk. Der Skywalk hat mir echt gut gefallen, vor allen Dingen weil ich nicht drauf musste. vom Rand schauen kann auch schön sein und die tolle Aussicht konnte man auch von der Seite bewundern :) .

Den Weg nach unten absolviere ich dann in stoischer Ruhe und mal wieder mit weißen Knöcheln.

Auf dem weiteren Weg gibt es wieder viel Natur und ein paar Tunnelen. Durch den längsten, den Laerdaltunnel, mit 24.5 km kommen wir heute auch und sind mal wieder völlig überrascht, was sich die Norweger hier haben einfallen lassen. Uns steht mal wieder der Mund offen. Drei große "Räume" mit Ambiente-Beleuchtung hat man in den Tunnel gebaut.

Eigentlich fehlen nur noch ein paar Sitzplätze und der Rastplatz wäre perfekt.

Zum krönenden Abschluss dieses "Wow"-Tages finden wir dann endlich eine richtig schöne und gut erhaltene, große, alte Stabkirche in dem Ort Borgund

Und obwohl wir spät dran sind, haben wir noch eine halbe Stunde Zeit zur Besichtigung.

 

Oder doch nicht?? Die Kasse hat schon geschlossen, erklärt uns der junge Mann und meint aber darauf, dann geht ihr eben noch ohne Bezahlung in die Kirche. Wir versprechen anstelle der Bezahlung ein kurzes Gebet und ab dafür.

 

Schon imponierend die Bauweise und der dicke Schutzüberzug mit Teer. Dunkel ist es im inneren, es gibt keine Fenster. ich stelle mir vor wie man die Kirche mit Öllampen oder Talglichtern ein bisschen erhellt hat. War der Gottesdienst eher bedrohlich oder gemütlich. Aber ich stelle es mir dann lieber gemütlich vor.

 

Leider reicht die Zeit nicht mehr für das Besucherzentrum auf der anderen Straßenseite. Wir sind einfach zu spät dran und müssen uns jetzt noch einen Platz zum Übernachten suchen.

 

 

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