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Flam - Touristenhochburg und Ruheort

Von Bergen aus machen wir uns auf den Weg nach Flam. Wir haben von der Fahrt mit der Flambana gehört und da wir beide gerne Zug fahren, wollen wir mit dieser ein Fahrt durch die Berge machen.

Auf dem Weg dorthin machen wir Rast am Twindefossen, der für mich zu den schönsten von uns besuchten Wasserfällen gehört. 

Im Anschluss ging es nach Stalheimklava. Dort sollte sich ein beeindruckender Aussichtspunkt befinden.

Stimmt, aber noch beeindruckender war für mich der Weg dahin.

Eine einspurige, steile Serpentinenstrasse mit nur wenigen Ausweichstellen. Während meine Knöchel langsam weiß werden, da ich mich krampfhaft überall festhalte, wo ich auch nur einen Halt erwische, fährt Christoph freudestrahlend, über die feine Herausforderung, Stück für Stück nach oben.

Mal vorwärts, den Platz auf der Straße verteidigend, mal rückwärts in der Einsicht, das unser Weg zum nächsten Ausweichplatz kürzer ist.

Die Aussicht ist dann auch wirklich wunderschön und ich machte freudestrahlend ein paar Aufnahmen, bis mir bewusst wird, wir müssen auch wieder runter und meine Höhenangst wird in der steilen und ausgesetzten Abfahrt ihren Tribut fordern.

 

 

Unten angekommen freue ich mich auf die nächsten Tunnelen, die sind ja die pure Entspannung.

Entspannung finden wir dann auch noch in Flam. Auf dem sehr schönen Campingplatz ergattern wir ein Plätzchen mit Aussicht und bestaunen dort statt der Berge zunächst mal einen dicken Dampfer. Der nahm sich hinter den Büschen etwas kurios aus aber in Flam endet der (auf dem Bild nicht sichtbare) Aurlandfjord, der extrem tief und somit für Kreuzfahrtschiffe geeignet ist. 

Unsere ersten Bedenken, man könne in Flam vor Touristen nicht treten, bewahrheiten sich nur teilweise. Abends müssen die Kreuzfahrer um 18:00 Uhr auf ihr Schiff unter Verschluss, dann ist Ruhe ;)

Tagsüber machen wir an unserem ersten Tag den Ausflug mit der Flambana durch eine herrliche Landschaft. Unterwegs gibt es dann von Seiten der Bahn eine Überraschung.

Manch einer würde vielleicht sagen "kitschig" aber wir fanden es dann doch mystisch, magisch und waren ebenso wie die anderen Mitfahrer begeistert.

Wovon ich hier erzähle? Während der Bahnfahrt wurde mehrsprachig vom Bau der Flambana,der umgebenden Natur und, und von Hyrda, einer Schönen, die ähnlich unserer Lorley die Männer anlockt und mit sich fortnimmt erzählt.

Eben dies Hyrda sehen wir beim Halt an einem der Wasserfälle tanzen.

Eine einfache Melodie mit einfachen Tanzbewegungen fängt, untermalt vom Tosen des Wasserfalles, unsere Blicke ein. Aber bevor einer der anwesenden Männer Hyrda folgen konnte, und die anwesenden Frauen ernsthafte Gefahr witterten, war sie auch wieder in ihrem mystischen Reich verschwunden.

 

Im Anschluss an die Fahrt beschließen wir noch einen Tag länger in Flam zu bleiben. Der Campingplatz ist wirklich sehr nett und sauber und wir haben mal überhaupt keine Lust auf Autofahren und Tunnelen. Und obwohl Flam ein sehr kleines Örtchen ist, gibt es viele interessante Angebote für Besucher. Eines dieser Angebote wollen wir am folgenden Tag nutzen und buchen eine Fjordsafari, bevor wir den Tag in Ruhe bei einem Gläschen Wein ausklingen ließen.

Flam Impressionen

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