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Eibsee and more

Christi Himmelfahrt, Christoph ist auf Rudertour und ich breche zu meiner jährlichen Fototour, die ich diesmal nach Grainau an den Eibsee geplant habe auf.

Auf dem Weg dorthin geht es über den Schwarzwald die Familie besuchen. Wie meist nehmen ich ab Baden-Baden die Schwarzwaldhochstraße, da mich die Landschaft dort immer wieder ruft. Ein Ruf dem ich gerne folge, was mit einem tollen Sonnenuntergang belohnt wird.

Was für ein Anblick.

Vom Schwarzwald starte ich am Tag zwei Richtung Bodensee und fahre über den mautfreien Fernpass nach Grainau. Schon hier gibt es fantastische An- und Aussichten und ich beschließe, morgen die paar Kilometer bis zum Plansee noch einmal zurück zu fahren, um mich mit der Kamera hier etwas genauer umzusehen.

 

Genauso mache ich es und plane meinen ersten Besuch am Eibsee für den Abend ein.

 

Unterwegs halte ich immer wieder an und lasse mich von den satt blühenden Weiden verzaubern.

Die Hängebrücke über die Fernpassstraße fesselt zwar meinen Blick, aber betreten, nein, dass möchte ich sie nicht und begnüge mich, ganz meiner Höhenangst nachgebend mit einem Foto :) . Ist eh schon genug Betrieb da oben.

Ich finde einen kleinen, mir unbekannten See, aber leider keinen einheimischen mit Namens-Kenntnis und begnüge mich mit einem Rundgang und der Freude an dem herrlich türkis farbenen Wasser.

Ohne die Tannen und die Berge würde man sich hier eher in der Südsee wähnen. Schön ist`s.

Dann fahre ich weiter zum Plansee. Hier angekommen glaube ich mich schon in einem norwegischen Fjord. Eine aufregende Landschaft, die ruhig und friedlich in einem Tal eingebettet liegt, welches vom Tourismus weitgehend unberührt scheint. Es ist noch früh im Jahr und so verirren sich außer mir nur ein paar Kenner der Gegend und einige Motorradfahrer hierher.

 

ich bin noch nicht lange am See unterwegs, da färben sich See und Himmel grau und es zieht ein Wetter auf. Auf die Art komme ich auch zu ein paar Regenfotos. Immer nur blauer Himmel, das ist auf Dauer langweilig. 

So schnell schlechtes Wetter in den Bergen aufkommt, so schnell ist es aber auch schon wieder vorbei. Der Restwind treibt mich und meine Kamera aber noch weiter durch die Landschaft dem Eibsee zu.

Vor Ort lade ich mein E-Bike vom Auto. Damit will ich, wenn es dunkel wird einen schnellen Rückweg antreten können. Allerdings habe ich die Steuereinheit zu Hause vergessen und so strampele ich ganz analog um den See. Ich halte immer wieder an, nur um zu schauen und mich an der schönen Landschaft zu freuen. Bald bin ich aber an meinem Wunsch-Spot angekommen und löse einen anderen Fotografen, der für heute fertig ist ab. Zunächst mache ich einige Fotos ohne Stativ um Licht und Standort zu testen. Danach aber mache ich die ersten Langzeitbelichtungen im sich langsam verändernden Licht. 

Plötzlich denke ich, das war es. Für heute ist Schluss, die Sonne ist verschwunden aber der Abend hält noch eine Überraschung für mich parat. Wenn es auch kein gut sichtbares Abendrot gibt, so streift die Sonne die Flanke der Zugspitze und färbt das Gestein rötlich ein. Ich kann mich gar nicht satt sehen und vergesse fast zu fotografieren ;), fast.

Der schnelle Rückweg mit dem Fahrrad ist nun endgültig erledigt, aber ich bin glücklich einen so schönen Abend erleben zu dürfen.

Nur zum Abendessen hat es nicht mehr gereicht. Alle Küchen waren zu und die nächste Goldenen Möwe so weit entfernt, dass ich mit einem viertele Roten vorlieb nehme.

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