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Märchenhafter Hallerbos

Muss das nicht heißen märchenhaftes Hallerbos?

Nein,muss es nicht, denn Hallerbos bedeutet "Wald von Halle"

Hallerbos liegt in Belgien, bei der Stadt Halle und ist im Frühling für etwa 14 Tage ein Pilger-Ort für Touristen und Fotografen.

Im April/Mai, solange das Laub noch spärlich und der Wald daher wunderbar lichtdurchflutet ist blühen dort die Hasenglöckchen (Hyacinthoides). Genaue Info`s gibt es hier.

 

Wir habe frühzeitig zwei Zimmer gebucht, zwei meiner Prinzessinen und ein Prinzgemach sind mit von der Partie. Ich möchte Hasenglöckchen und Waldfeen fotografieren.

Am späten Freitag Nachmittag sind wir vor Ort, parken auf dem Parkplatz Nummer 8 und müssen uns nur noch von dem überwältigenden Duft von Millionen von Hasenglöckchen führen lassen. Dann stehen wir auf einmal vor einem Blütenmeer. Es ist unglaublich und unfassbar schön. An Hotel ist jetzt nicht mehr zu denken und so laufen wir zunächst, staunend die Waldwege entlang. 

 

  

Immer wieder erschließen sich uns neue Anblicke, immer weiter wandelt sich das Licht und bald müssen wir den letzten Sonnenstrahlen hinterher schauen. 

Ich höre ein lautes Brummen, uh, mein Magen. Ja, jetzt haben wir alle vier Hunger und machen uns auf den Weg zum Auto. Unterwegs entdecken wir dann, was wir zunächst übersehen haben. An den Eingängen in den Wald stehen viele Sitzgelegenheiten. Hier hocken Menschen gemütlich bei einem Glas mitgebrachten Weines und picknicken. Schade....aber beim nächsten Mal.

 

Am Hotel angekommen stellen wir beglückt fest, direkt nebenan ist ein modernes Lokal mit einer guten Auswahl an Pasta und Burgen über die wir uns direkt hermachen. Dann geht es ins Bett, morgen früh wollen wir um 5:00 Uhr los um bei Sonnenaufgang im Wald zu sein.

 

Das gestaltet sich zu unserem Erschrecken etwas schwieriger als geplant. So früh am Morgen ist die Schranke zum Parkplatz noch geschlossen. Das heißt, die ersten 1-2 Kilometer zu Fuß laufen, was nicht schädlich, aber auch nicht zeitlich eingeplant ist. 

Also mit dem Croissant in der Hand und ohne Kaffee am frühen Morgen mit schwerem Gepäck durch den Wald flitzen, das ist ja so gar nicht mein Ding und zunächst wirke ich wohl eher wie ein Zombie der sich da durch den Wald eilt.

Mit den ersten Sonnenstrahlen und dem frühen Duft Blüten nimmt mich aber der Wald in seinen Bann und ich werde schnell wach um zu genießen.

In der Ferne sehen wir Rehe durch das Unterholz laufen, für ein gutes Foto sind sie zu weit weg. So mache ich  ein schlechtes, nur zur Erinnerung. 

Die ersten Sonnenstrahlen streifen die Bäume und treffen auf den mit Hasenglöckchen bedeckten Boden. 

An anderen Stellen zeigt sich noch leichter Dunst, den die Sonnenstrahlen noch nicht berührt haben.

Vielleicht schlafe ich doch noch, es ist wie im Traum.

Ich fotografiere nicht mehr geplant sondern intuitiv ohne mich bremsen zu können.

Maike und Lara nutzen die Zeit und ziehen sich um. sie werden heute meine Waldfeen sein.

 

Wir verbringen gut zweieinhalb Stunden bis die Sonne immer höher steigt und die ersten Touristen kommen. Zeit für uns zu verschwinden.

 

Aber ich komme ganz bestimmt wieder.

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